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    Noch 09 Tage und wir starten in die neue Saison. Ich freue mich darauf.

    Auf die alten, bekannten Gesichter auf der Tribüne.

    Die Anspannung, die sich langsam bis zum Anpfiff immer weiter steigert. Auf alte und neue Spieler. Und auf den verdammten 09. Titel.


    Trotzdem macht sie mir ein bisschen Angst diese Euphorie, die sich rund um den Borsigplatz breit macht. Irgendwie hat man das Gefühl, es ist nicht mehr die Frage ob, sondern mit wieviel Vorsprung wir Meister werden.

    Sicher, wir haben ein weitgehend eingespieltes Team und uns punktuell richtig, richtig gut verstärkt. Viele sehen in dem Spieler mit der Nummer 15 den Schlüssel zur Meisterschaft (Zu der Personalie habe ich mich übrigens hinreichend geäußert und lasse mir dadurch nicht die Vorfreude verderben).


    Der große Widersacher aus München scheint hingegen in einer hausgemachten Personalkrise zu stecken.

    Der Umbruch wurde viel zu lange hinausgeschoben, um die Diven Robben und Ribbery nicht zu verärgern. Verstärkt wurde bislang

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    Samstag ging es mir auf der Tribüne richtig schlecht. Nicht nur bildlich gesprochen.

    Ich habe mich über die Entscheidungen von Zwayer dermaßen aufgeregt, dass mir speiübel und zeitweise schwarz vor Augen wurde.

    Als sich die Mannschaft nach dem Spiel von der Südtribüne verabschiedete und ich auf der anderen Seite das GEsocks feiern gesehen habe, hatte ich Tränen der Wut in den Augen.

    Derby-Niederlagen nehmen mich besonders mit. Wenn sie so Zustande kommen um so mehr.

    Die Meisterschaft war mir in dem Moment völlig egal. Vom größten und verhasstesten Gegner so gedemütigt zu werden schmerzt viel mehr.


    Warum darf der Pfeifenmann unbehelligt in die Kabine?

    Wo ist die Rudelbildung?

    Wo der Trainer, der mit wutverzerrtem Gesicht auf den Schiri los geht?

    Wo war er eigentlich während des Spiels?


    Gedanken, die mir direkt durch den Kopf schossen und mich auch heute noch beschäftigen.


    Später höre ich die Interviews, Favre regt sich in seiner drolligen Art über das Handspiel auf. Richtig so.

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    Es war ein bitterer Abend. Verdammt bitter und irgendwie nicht zu erwarten. Eine Klatsche, die weh tut. Und nun? Schreiben wir jetzt die Meisterschaft ab? Stellen wir das Fußballspielen ein, weil uns die Bayern vorgeführt haben?

    Nein, das wäre nicht borussen-like. Man kann fallen, aber wichtig ist, dass man wieder aufsteht.

    Was ist denn passiert? Wir haben einen mickrigen Punkt Abstand.

    Hat jemand behauptet, dass es einfach wird Meister zu werden? Wir müssen uns das erarbeiten.

    In München bekommt man Titel geschenkt. Aber darum ist eine Meisterschaft mit dem BVB auch so unsagbar viel mehr Wert, als die x-te Meisterschaft der Steuerhinterzieher, Schmuggler und Ehebrecher.

    Wir können dem lieben Gott jeden Tag dafür dankbar sein, nicht Teil dieser verkommenen Gesellschaft zu sein. Da nehme ich gerne eine Klatsche in Kauf.


    Und jetzt ist Schluss mit dem Gejammer!

    Sollen sich die Bazen das 5:0 einrahmen – Meister werden sie trotzdem nicht. Punkt.

    Das werden dieses Jahr wir. Warum? Weil

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    Meine Lieben,


    auch heute noch, zwei Tage nach dem denkwürdigen Spiel, beschäftigt es mich weit mehr als ich je angenommen hätte. Es war ein schwerer Schlag, der einfach extrem schmerzt. Dennoch will ich einmal aus meiner Sicht darlegen, was alles falsch gelaufen ist und wo zumindest für mich offensichtliche Fehler liegen.

    Taktik-Genie Favre vercoacht sich gegen Bayern - erneut

    Die falsche Aufstellung: Favre wollte gegen Bayern vor allem Läufe in die Tiefe haben. Deshalb hat er laut eigener Aussage Reus in den Sturm gestellt. Das hat, wie Kehl nach dem Spiel erklärte, "durchaus überrascht". Das Problem ist aber, dass Reus dort nicht ein einziges Mal funktioniert hat. Er selbst mag die Position nicht. Natürlich spielt er sie, wenn der Trainer das will, aber wenn man selber mit der Position nicht klar kommt, wie soll dann eine sehr gute Leistung dabei herauskommen? Das kreide ich Favre an, denn er hatte trotz Ausfall von Paco andere Optionen.


    Götze war fit und er spielt bisher eine

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    Ich habe kein Problem mit Kritik.

    Ich habe aber ein großes Problem mit Realitätsverleugnung.

    Und...ich bin emotional und - egal, wir sehr ich es versuche loszulassen - Fan unseres BVB seit ca. 30 Jahren.

    Was ich nicht kann: Sachen schönreden.

    Was viele von Euch nicht können: Kritik an der Mannschaft richtig einordnen, oder in extremen Situationen einfach mal zuzulassen. Schonungslos und ehrlich.

    Nein, alles ist ein Ausrutscher (4:4), ein dummer Zufall (3:3) oder einfach ein Unfall (0:4 zur HZ). Man rastet aus. Weil nicht sein DARF, was gerade passiert.

    Und da trennen sich unsere Wege: Die meisten von Euch sind derart Fans, dass sie noch ans Gute oder ans Wunder glauben. Ich nicht, und das bringe zum Ausdruck, und ich versuche auch, etwas weiter zu denken.

    Doch da kommen wir nicht zusammen. Vielleicht bin ich doch zu wenig "Fan", sondern so sehr Analyst. Das passt hier wohl nicht rein. Daher: Tschüss, macht's gut, alles Gute für Euer weiteres Leben und jede Menge tolle Momente mit

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