Engins Blog

    Innerhalb von zehn Minuten ruiniert Lucien Favre eine Mannschaft, die im Begriff war den FC Bayern zu schlagen. Im Gegensatz zu manch anderen nervt mich das auch heute noch, einen Tag nach der 2:3-Niederlage im Supercup. Grund genug, meine am Sonntag über Favre geäußerte Kritik ein wenig zu ergänzen.


    Bis zur 68. Minute lief es überraschend gut. Überraschend, weil ich nicht damit gerechnet hatte, dass der BVB in diesem Superdupercup überhaupt mithalten könnte. Daher war es mir vor dem Spiel auch egal, als Favre bei DAZN sagte, dass der eine oder andere Spieler zum Einsatz käme, der zwar aktuell nicht zur ersten Elf gehört, in den kommenden Wochen aber noch wichtig werden könnte. Da stimme ich ihm sogar zu, Rotation ist angesichts des Programms, das auf Schwarzgelb wartet, durchaus wichtig. Also standen da gestern Abend eben auch Mo Dahoud und Felix Passlack in der Startelf.


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    Alles hat ein Ende. Auch die Zeit von Lucien Favre bei Borussia Dortmund.


    Als Favre 2018 nach Dortmund kam, hätte es keinen besseren Trainer geben können. Gut, das habe ich damals anders gesehen, da hätte es für mich einige bessere Trainer geben können. Aber nun, gut zwei Jahre später, muss man anerkennen, was Favre mit diesem Team erreicht hat. Der Verein hat sich im Grunde zum FC Bayern hinter dem FC Bayern entwickelt. Wenn wir nicht aufpassen, können wir uns demnächst Rekord-Vizemeister nennen. Das ist Favres Verdienst und den kann man ihm kaum hoch genug anrechnen.


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    Seit über einem Monat spielt die Bundesliga jetzt wieder. Ein Monat, in dem ich mich von Live-Fußball ferngehalten habe. Einiges hat sich seit Beginn der Coronakrise verändert, nicht nur in der Bundesliga, auch bei mir. Es wird Zeit zurückzukommen.


    Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken. Ich habe über Fußball nachgedacht, über Geld und Investoren, über Tradition und Fans. Manche Dinge betrachte ich mittlerweile anders. Erstes und wohl auch bestes Beispiel: Ich habe eine Jacke und ein T-Shirt von Paris Saint-Germain gekauft. Der Verein, der für einen mittelmäßigen Schauspieler 220 Millionen Euro bezahlt hat. Dem ich vorgeworfen habe, den Fußball kaputt zu machen. Für den ich insgeheim aber immer schon ein bisschen was übrig hatte. Erst recht seit Thomas Tuchel dort Trainer ist. Nicht zu vergessen, dass PSG mit Nike und Jordan wirklich schöne Klamotten für die Fans produziert.


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    Gestern ist es dann also passiert: Das erste Mal habe ich mich ganz bewusst gegen ein Spiel von Borussia Dortmund entschieden. Bis dahin hatte ich nur sehr wenige Spiele verpasst und diese dann später in der Wiederholung geschaut. Aber in den letzten Monaten hat sich der BVB ohnehin ein wenig von mir entfernt. Da fehlten die Emotionen, die Vorfreude auf ein Spiel, die Begeisterung über einen Sieg. Ich habe es mir angeschaut, hingenommen – und vergessen. Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann mich ein Spiel das letzte Mal so richtig mitgenommen hat.


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    Die Bundesliga ist aktuell der unnötigste Mist auf diesem Planeten! Genau das denke ich mir seit Wochen. Während überall über einen vernünftigen Umgang mit dem Coronavirus diskutiert wird, prügelt die DFL einen Spielplan durch, der menschenverachtend ist. Es kotzt mich an! Nicht nur, dass die Fußballer nun mehrmals getestet werden, während das medizinische Personal jeden Tag aufs Neue mit unzureichenden Schutzmaßnahmen arbeiten muss. Auch der Umgang mit der gesamten Situation: man zwingt Mannschaften zum Spielen, Quarantäne wird es auch bei einem positiven Befund auf Covid-19 nicht geben. Alles nur, um eine Saison zu Ende zu spielen, die wohl viele gar nicht mehr sehen wollen – ich zumindest nicht.


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    Ich möchte Björns Blog dazu nutzen, um einmal meine Sicht auf die Dinge darzustellen. Ganz so dramatisch sehe ich die Situation um unseren Verein dann doch nicht. Es ist eine grundsätzliche Entwicklung des gesamten Fußballs und des Geschäfts um diesen. Die Ablösesummen steigen nun mal. Jahrelang waren Cristiano Ronaldo und Gareth Bale die teuersten Transfers. Und schon damals hielt man solche Ablösesummen für unangemessen. Dass Paris Saint-Germain dann auf einmal über 200 Millionen für Neymar auf den Tisch legt, damit hatte nicht mal Barca gerechnet.

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    Februar 2015: Aus den Staaten kommt ein 16-jähriger Junge nach Dortmund, um sich den Traum vom Profifußball zu erfüllen. Nun, vier Jahre später, kann er auf eine großartige Zeit beim BVB zurückblicken. Nicht mal ein Jahr dauerte es, da durfte er sich bereits Bundesliga-Spieler nennen. Am 30. Januar 2016 wechselte Thomas Tuchel ihn im Spiel gegen Ingolstadt ein. Zwei Monate später wurde Pulisic dann zum jüngsten Nationalspieler der USA; mit 17 Jahren, 6 Monaten und 12 Tagen debütierte er unter Jürgen Klinsmann.





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    Am Wochenende startet die Bundesliga in ihre neue Saison. Zeit also, mal einen kurzen Ausblick zu wagen, was auf Borussia Dortmund zukommt. Grundsätzlich kann man sich für ein erstes Spiel schönere Gegner als RB Leipzig vorstellen. Aber zumindest hat man ein schweres Spiel dann schon mal hinter sich gebracht.


    Nützlich dürfte dabei die Motivation aus dem Pokalspiel in Fürth sein. Fußballerisch von beiden Mannschaften sicherlich keine Glanzleistung, aber Schwarzgelb hat mal wieder „Eier“ gezeigt. Wo in der letzten Saison Spiele schon vor dem Abpfiff gefühlt aufgegeben wurden, hat man diesmal wieder gekämpft. Aufbruchstimmung, auch wenn noch lange nicht alles perfekt läuft. Gerade an Durchschlagskraft fehlt es. Der bisher nur gewünschte Mittelstürmer ist zu einer Notwendigkeit geworden, wird aber zum Sonntag wohl noch nicht anwesend sein.


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    Die neue Saison rückt immer näher und ich möchte die Gelegenheit mal nutzen, ein paar Gedanken zu sammeln und zu ordnen. Dabei ist mir wichtig, dass der Blick nach vorne geht. Also dann...


    Der Trainer

    Die Euphorie um Lucien Favre ist groß. Man hat fast schon das Gefühl, es könnte gar nicht nicht funktionieren. Als sei die Vizemeisterschaft schon sicher und der FC Bayern gar nicht mehr so weit entfernt. Ich bin da etwas skeptischer. Große Begeisterung hat Favre bei mir ohnehin noch nicht ausgelöst. Aber ich habe mir gesagt, dass ich neutral an die Sache herangehen werde – sofern das eben möglich ist. Also hat Favre nun jede Chance, mir zu beweisen, warum ausgerechnet er der richtige Mann für den BVB ist.


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    Wir sind alle am Borsigplatz geboren.

    Haben früh schon doch für alle Zeiten unser Herz verloren.
    Wir spürten, dass egal wohin die Fußballwelt sich dreht,
    Borussia Dortmund niemals untergeht.


    Schwere Tage liegen hinter uns. Hinter uns Fans, hinter unseren Jungs, hinter unserem Verein. Der feige Bombenanschlag auf unseren Mannschaftsbus hat nicht nur Borussia Dortmund in seinen Grundfesten erschüttert. Nein, er hat den ganzen Fußball erschüttert.


    Auf ein solches Szenario war niemand vorbereitet. Auch die Altherrenriege der UEFA stand plötzlich vor einem Problem; einem, das sie nicht in ein paar Monaten mal zusammen besprechen konnten. Dieses Problem konnte nicht warten, bis das Seniorenheim mal wieder Wandertag hat. Es musste sofort gelöst werden.


    Und was tat man? Man hielt sich an die Vorgaben. So, als sei das Viertelfinalhinspiel zwischen Borussia Dortmund und der AS Monaco aufgrund von Unwetter ins Wasser gefallen. Warum auch komplizierter machen? Holte man das Spiel

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