Beiträge von marcusbodensee

    Fast (!) alle, die Favre kritisieren, tun das sachlich. Auch für mich liest sich das hier nicht als "in die Pfanne hauen".


    Viele die zu Favre stehen, führen an, dass es aktuell ja gar keinen guten Ersatz auf dem Markt gäbe. Das ist eine rationale Überlegung, aber eigentlich kein starker Vetrauensbeweis pro Favre! Denn was wäre denn, wenn einer auf dem Markt wäre?


    Alle haben erkannt, dass aktuell der Wurm drin ist und dass sich Dinge verändern/verbessern müssen. Die einen glauben an eine Weiterentwicklung unter Favre. Die anderen verweisen auf Favres in der Vergangenheit offensichtliche Beharrlichkeit. Sie empfinden diese aber eher als Sturheit. Sie sehen seit Anfang 2019 (10 Monate) Stillstand und Rückschritt.


    Am Ende haben eben manche das Vertrauen, dass Favres Konzept noch zum Erfolg führen wird bzw. er es an manchem Punkt anpassen wird. Andere glauben, dass er unbelehrbar an etwas festhalten wird, was uns zu dem Spielstil geführt hat, den wir jetzt spielen.


    Die Vergangenheit Favres gibt meiner Ansicht nach eher Anlass für die letztere Ansicht. Aber wissen kann's keiner. Gerade das macht die Diskussion über Fussball ja so interessant. :-)

    Ich glaube schon, dass das taktische Korsett sehr eng ist. So sehr wie alle immer von Geduld und Kontrolle reden. Hört sich ja schon fast wie ein Mantra an.


    Wie Sankar schon sagt, ist es bedenklich, dass die Mannschaft laut Marco trotz 2:1 Führung kein Vertrauen ins eigene Spiel(system) hatte.


    Bedenklich zwei: Trotz der frühen Zeit in der Saison sind schon etliche Spieler unzufrieden mit Ihrer Rolle (Brandt, Götze, Akanji, ...). Klar kann man da auch wieder sagen, dass sie sich nicht so haben sollen und genug Kohle bekommen, aber zuträglich ist das sicher auch nicht.

    Spieler und Trainer reden immer von "geduldig", "kontrollieren", "zu Ende spielen". Gleichzeitig erkennen zumindest die Spieler "Berlin wollte es heute mehr", "...,die besser kämpfen als wir", "vielleicht kontrollieren wir zuviel".


    Meiner Meinung nach sind sie zu sehr mit der Einhaltung einer Taktik beschäftigt, die sich nicht gut mit Kampf kombinieren lässt.


    Kämpfen verbindet das Hirn auch heute noch mit "Rennen bis zum Umfallen", sich in den (Zwei)Kampf werfen, körperlich bis an die Grenze gehen.

    Wenn bei uns dann alle ruhig, geduldig, kontrolliert sein sollen, kommt das raus, was wir Woche für Woche sehen.

    Die Frage ist, ob gerade zufällig sehr viele Spieler, Skel hat sie aufgezählt, aus persönlichen Gründen Ihre Leistung nicht bringen oder ob sie in ein übermäßiges taktisches Konzept gepresst sind.


    Meiner Meinung nach wären so viele persönliche fußballerische Krisen auf einmal ein sehr großer Zufall.

    Warte immer noch auf den Spielbericht in der Sportschau, kann aber Aussagen wie die folgende wirklich nicht mehr lesen/hören:

    "Drei Unentschieden hintereinander, das geht nicht. Unsere Qualität muß einfach reichen, um die Führung hier über die Zeit zu bringen. Wir müssen unsere Spiele gewinnen." Bla, Bla, Bla!

    Ich mag so Aussagen über unsere tolle Qualität auch nicht. Aber wenn Du das Spiel in voller Länge anschaust, dann hab zumindest ich zwei tiefgreifende Eindrücke:

    1. Wir schläfern uns selber sehr geduldig ein

    2. Es wird nichts besser

    Wobei gerade wir ein Verein sind, der sich in diesem “Circus” systemisch an solchen “Söldnern” bedient. Siehe Dembélé, Auba, Pulisic, Sancho, ....


    Insofern freundlich bleiben.

    ... würde da jetzt nich Pulisic mit Dembele in den gleichen Topf werfen!


    Das mit dem Söldner hat Aki nicht gesagt auch nicht zwischen den Zeilen. Nur das Geld nicht alles ist, sondern für einen Fussballer halt auch die CL-Teilnahme.


    Aber richtig: Lieber Konzentration auf uns!

    Auba wirft Watzke vor ( siehe sein kompletter Twitter-Post), dass Watze selber geldgeil sei und nir deshalb Dembele verkauft hat, als Barca so viel Kohle bot. Die Wahrheit ist doch aber, dass sich Aubas SuperBro Dembele mit einem Streik freigepresst hat und Mannschaft und Verein im Stich gelassen hat. Das hat der gute Auba wohl nicht mehr ganz auf der Reihe.


    Wer zum Coiffeur mal kurz nach Paris fliegt, zum Shoppen mal kurz nach Mailand trotz Verbot und wenn er nicht spielt, im weißen Pelzjäckchen auf die Tribüne sitzt, sollte andere nicht als Clown bezeichnen.😉


    Wer weiß, welcher Spielerberater gerade wieder irgendwas für seinen (wechselwilligen) Schützling bei Watzke, Zorc und Co. vorbringt? Da ist es vielleicht einfach Akis Business mal dran zu erinnern, dass viele die gegangen sind, gutes Geld verdienen, aber sportlich nicht unbedingt weitergekommen sind.


    Ansonsten haben wir Wichtigeres zu tun, als uns mit EL-Spielern anzulegen.;)

    Wer hat eigentlich erfunden, dass zu Beginn der Saison vorwiegend Funktionäre und eher seltener Trainer oder Spieler "das Saisonziel" an die Welt herausgeben (müssen).

    ... was ich nicht verstehe: Reus u.a sagen es hat nichts mit Mentalität zu tun. Im gleichen Interview sagt er, dass sie es einfach nicht durchziehen.

    Heißt doch: Wir können es, aber wir machen es halt nur 60Minuten oder bis wir führen.

    Wäre nicht genau das dann Mentalität im fußballerischen Sinn. Eine aufwändige, anstrengende, disziplinierte Spielweise bis zum Ende durchziehen?


    Ansonsten stimme ich zu: Der Kader ist -meiner Ansicht nach- nicht sooo überragend wie viele immer meinen. Gut keine Frage, aber überragend?