Sky-Doku: Der Anschlag – Angriff auf den BVB

  • Ab heute wird die Sky Original Doku „Der Anschlag – Angriff auf den BVB“ ausgestrahlt und ist online abrufbar. Den Trailer verlinke ich euch hier.

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  • Danke für den Tipp, Engin. Eine seriös gemachte und sehr bewegende Doku.

    Was nicht vorkam, woran ich mich aber besonders stark erinnere, ist, wie wir ratlos vor dem Stadion standen. Ohne Informationen und mit Anrufen von Freunden, die wissen wollten, wie es uns geht und was überhaupt los ist. Und wir: „Sagt Ihr es uns, wir wissen nix, Ihr am TV wahrscheinlich viel mehr.“ Eine absolut beklemmende Situation. Wie auch der Tag danach in der Stadt.

    Wir waren u. a. in Nevens Stiftungsbüro und unterhielten uns lange mit einem seiner Mitarbeiter, der zunächst nicht vorhatte, am Abend zum Spiel zu gehen. Bei der Verabschiedung sagte er dann sinngemäß: „Wenn Ihr schon nicht nach Berlin zurückfahrt, kann ich mich nicht zuhause „verstecken“ und werde wohl doch auch gehen.“

    So unglücklich und bis heute unverständlich die Ansetzung am Abend danach war und so schwer die Entscheidung auch gefallen ist – die „JUNGS im Stich zu lassen“ kam einfach nicht in Frage.

  • Von den Menschlein, die im Bus saßen spielt oder ist keiner mehr beim BVB.

    Wir sind auch als Rückendeckung und aus Solidarität ins Stadion gegangen. Wobei wir ja nach Spielende im Stadion bleiben mussten wegen herrenloser Gegenstände. Das war schon ein sehr beklemmender Tag.

    Meine Liebe - mein Verein

  • Von den Menschlein, die im Bus saßen spielt oder ist keiner mehr beim BVB.

    Also meines Wissens saß Raphael Guerreiro seinerzeit im Bus. Der hatte nämlich auch als Zeuge ausgesagt.

    Da muss man eher Hochachtung haben, dass er geblieben ist und nicht wie Weigl, Ginter etc. eher die Flucht angetreten sind.

    Bis auf Lars Ricken könnt ihr alle gehen *sing*.


    "FC Schalke 04? Ist das nicht dieser Lokalrivale der SG Wattenscheid 09 und DSC Wanne-Eickel?" - Zitat eines BVB-Fans in 10 Jahren.

  • Flucht ist es in meinen Augen überhaupt nicht. Wenn sie permanent ein nicht gutes Gefühl oder gar Angst hatten, war es richtig der Situation zu entkommen.

    Meine Liebe - mein Verein

  • Da muss man eher Hochachtung haben, dass er geblieben ist und nicht wie Weigl, Ginter etc. eher die Flucht angetreten sind.

    Ich hoffe, dass du dich da nur unglücklich ausgedrückt hast.

    Wieso man da für jemanden mehr Hochachtung empfinden soll als für jemand anderen, verstehe ich nicht. Für mich haben alle, die im Bus saßen, Hochachtung verdient. Egal wie individuell mit der Situation umgegangen wurde.

    "Die Qualität eines Fussballvereins zeigt sich darin, wie er seinen sozialen Aufgaben gerecht wird."

    — Franz Jacobi, Vereinsgründer und Ehrenpräsident des BV Borussia 09 e.V.

  • Von den Menschlein, die im Bus saßen spielt oder ist keiner mehr beim BVB.

    Dass zum Beispiel Ginter den BVB anschließend verlassen hat, um nicht immer wieder mit den Erinnerungen des Anschlags konfrontiert zu werden, ist bekannt. Und auch Bartra dürfte diese Intention gehabt haben, als er zurück in die spanische Heimat wechselte. Ansonsten ist es aber auch ein vollkommen normaler Prozess, dass sich das Gesicht einer Mannschaft über sechs Jahre nahezu vollständig verändert. Der Fußball ist in dieser Beziehung schnelllebig.

    Allerdings muss ich sagen, dass ich auch überrascht war, dass aus der heutigen Mannschaft mit Ausnahme von Guerreiro und Reus kein Spieler 2016/17 bereits beim BVB war. Ich habe sogar extra noch mal nachgeschaut, aber Jungs, die gefühlt schon eine halbe Ewigkeit dabei sind, kamen tatsächlich erst danach. Ich hatte zum Beispiel an Dahoud und Brandt gedacht, die für mich irgendwie zum Inventar des Vereins gehören.

  • jeder Mensch steckt so eine Situation wie den Anschlag anders weg. Mir war auch gar nicht bewusst, dass nur Rapha noch hier ist.

    Sie haben alle ihre Karriere fortsetzen können, egal wo. Das ist sicherlich das wichtigste für alle Spieler.

  • Ich hoffe, dass du dich da nur unglücklich ausgedrückt hast.

    Wieso man da für jemanden mehr Hochachtung empfinden soll als für jemand anderen, verstehe ich nicht. Für mich haben alle, die im Bus saßen, Hochachtung verdient. Egal wie individuell mit der Situation umgegangen wurde.

    Da habe ich mich vielleicht unglücklich ausgedrückt. "Flucht" war in diesem Zusammenhang gar nicht negativ konnotiert.

    Natürlich habe ich Hochachtung für jeden, der danach seinen Job als Fußballer noch nachgehen konnte.

    Komme aber trotzdem nicht umhin, da für Guerreiro trotzdem eine andere Art der Hochachtung zu haben, weil er sich schließlich im Gegensatz zu den anderen dazu entschieden hat zu bleiben, und das quasi verarbeitet, indem er jeden Heimspiel sich der Situation gestellt hat.

    Das diese Art der Verarbeitung nicht selbstverständlich ist, sieht man halt auch, weil alle anderen nunmal auch aufgrund des Anschlages den Wunsch geäußert haben zu gehen.

    Aber wie gesagt, das ist jetzt auch bei den anderen Spielern überhaupt nicht negativ gemeint gewesen. Habe da vollstes Verständnis für deren Weggang.

    Bis auf Lars Ricken könnt ihr alle gehen *sing*.


    "FC Schalke 04? Ist das nicht dieser Lokalrivale der SG Wattenscheid 09 und DSC Wanne-Eickel?" - Zitat eines BVB-Fans in 10 Jahren.

  • Was mich echt schockiert hat und was ich gar nicht mehr auf dem Schirm hatte, war der Satz von Rauball, sinngemäß: "Das sind Profis, die können damit umgehen."

    Wow, da musste ich doch erstmal schlucken.

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  • Was mich echt schockiert hat und was ich gar nicht mehr auf dem Schirm hatte, war der Satz von Rauball, sinngemäß: "Das sind Profis, die können damit umgehen."

    Wow, da musste ich doch erstmal schlucken.

    Da musste ich auch schlucken. Wie man nach einem Anschlag, der die Mannschaft auslöschen sollte, davon sprechen kann, dass die Spieler alle Profis seien und damit umgehen könnten, ist mir vollkommen schleierhaft. Das war das Unpassendste, das er in diesem Moment sagen konnte.

  • Es gab leider von vielen Seiten sehr unempathische Äusserungen, diese schiesst aber den Vogel ab.

    Die Grobheit besiegt jedes Argument und verscheucht allen Geist.
    -- Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph

  • alle anderen nunmal auch aufgrund des Anschlages den Wunsch geäußert haben zu gehen.

    Ok, danke für die Erklärung. Aber ich kann dir trotzdem nicht ganz folgen. Ich meine "alle anderen"? Wer ist das?

    Du hast beispielsweise Weigl genannt. Der ist erst 2 1/2 Jahre nach dem Anschlag gewechselt. Das würde ich jetzt mit dem Anschlag nicht in Verbindung setzen. Die einzigen, worauf das meiner Meinung nach zutrifft, sind die Wechsel von Marc und Matze. Den Wechsel von Auba und Dembele würde ich jetzt nicht wirklich mit dem Anschlag in Verbindung bringen wollen.

    "Die Qualität eines Fussballvereins zeigt sich darin, wie er seinen sozialen Aufgaben gerecht wird."

    — Franz Jacobi, Vereinsgründer und Ehrenpräsident des BV Borussia 09 e.V.

  • Bartra, Ginter, Subotic, Rode, Ramos. Die werden nicht alle im Bus gewesen sein, aber das muss man ja auch nicht um sich dennoch im Umfeld unsicher zu fühlen.

    Die Grobheit besiegt jedes Argument und verscheucht allen Geist.
    -- Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph

  • Bartra, Ginter, Subotic, Rode, Ramos. Die werden nicht alle im Bus gewesen sein, aber das muss man ja auch nicht um sich dennoch im Umfeld unsicher zu fühlen.

    Verstehe die Aussage mit dieser Auflistung nicht. Bartra und Ginter saßen im Bus. Bartra ist beim Anschlag am Arm verletzt worden. Subotic hat da schon in Köln gespielt und Neven hätte sehr gerne beim BVB weitergemacht.

    Unabhängig davon: Ja, man muss nicht im Bus gesessen haben, um sich dennoch im Umfeld unsicher zu fühlen. Da bin ich bei dir.

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    — Franz Jacobi, Vereinsgründer und Ehrenpräsident des BV Borussia 09 e.V.

  • Die Liste bezog sich daruaf. Ja, das waren nicht "alle anderen" des Teams.

    Ich kann dir da Null folgen. Was ist "darauf"? Was mit "das" gemeint?

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    — Franz Jacobi, Vereinsgründer und Ehrenpräsident des BV Borussia 09 e.V.

  • Da musste ich auch schlucken. Wie man nach einem Anschlag, der die Mannschaft auslöschen sollte, davon sprechen kann, dass die Spieler alle Profis seien und damit umgehen könnten, ist mir vollkommen schleierhaft. Das war das Unpassendste, das er in diesem Moment sagen konnte.

    Na man wollte doch nur eine Rechtfertigung, damit 24 Stunden wieder gespielt wird.

    Profi-Fußballer sind ja schließlich auch Experten im Umgang mit Anschlägen.

    Deren Bus wird doch ständig mit Bierdosen beworfen.

    Ist halt leider so, dass es da echt einen Riss zwischen Leuten im und außerhalb des Busses gegeben hat.

    Zum Glück ist da nichts schlimmeres passiert.

    Bis auf Lars Ricken könnt ihr alle gehen *sing*.


    "FC Schalke 04? Ist das nicht dieser Lokalrivale der SG Wattenscheid 09 und DSC Wanne-Eickel?" - Zitat eines BVB-Fans in 10 Jahren.