[11] Reus, Marco

  • hatte jetzt auch nicht das Gefühl, das das hier anders betrachtet wurde

    Ich auch nicht, aber die statsitischen Werte sind auch nicht von der Hand zu weisen. Ich meine, dass Marco Reus und Jadon Sancho mit ihren jeweils neun Treffern - nur drei Spieler in der Bundesliga haben aktuell mehr Tore auf dem Konto - dann trotz der Hänger, die sie in der Hinrunde hatte, trotzdem uns noch ordentlich geholfen haben. Es liest sich hier halt häufig so, als ob Marco rein gar nichts geleistet hat in der Hinrunde. Dem ist definitiv nicht so.

    Jeder Mensch mit einer neuen Idee ist ein Spinner, bis die Idee Erfolg hat.
    ---- Mark Twain ----

  • Von "überhaupt nicht geholfen" habe ich jetzt erstmal nichts gelesen. Aber die DFL hat ja nun die große Partnerschaft mit Amazon aufgerufen. Für ein noch besseres "Erlebnis" beim Fußball. Da kann während des Spiels alles an aktuellen Daten abgerufen werden. Sicherlich auch individualisiert auf einzelne Spieler. Die Statistik sagt mir dann auch sicher wie ich das Spiel, verobjektiviert sozusagen, zu bewerten habe. Die "Cloud" wird's dann richten. Man spricht von einer "Revolutionierung" des Sporterlebnisses. Demnächst dann auch hier.........🤪😜🤣

    Lieber 'nen Dodge Charger Hellcat fahren, als an der E-Tankstelle laden.....:habenwollen:

  • Von "überhaupt nicht geholfen" habe ich jetzt erstmal nichts gelesen. Aber die DFL hat ja nun die große Partnerschaft mit Amazon aufgerufen. Für ein noch besseres "Erlebnis" beim Fußball. Da kann während des Spiels alles an aktuellen Daten abgerufen werden. Sicherlich auch individualisiert auf einzelne Spieler. Die Statistik sagt mir dann auch sicher wie ich das Spiel, verobjektiviert sozusagen, zu bewerten habe. Die "Cloud" wird's dann richten. Man spricht von einer "Revolutionierung" des Sporterlebnisses. Demnächst dann auch hier.........🤪😜🤣

    Pöse, pöse.

    :lol:

    Von Geburt her Bremer Hanseat, mit Herz und Seele Dortmunder Borusse

  • Von "überhaupt nicht geholfen" habe ich jetzt erstmal nichts gelesen. Aber die DFL hat ja nun die große Partnerschaft mit Amazon aufgerufen. Für ein noch besseres "Erlebnis" beim Fußball. Da kann während des Spiels alles an aktuellen Daten abgerufen werden. Sicherlich auch individualisiert auf einzelne Spieler. Die Statistik sagt mir dann auch sicher wie ich das Spiel, verobjektiviert sozusagen, zu bewerten habe. Die "Cloud" wird's dann richten. Man spricht von einer "Revolutionierung" des Sporterlebnisses. Demnächst dann auch hier.........🤪😜🤣


    Ist das nicht auch von den selben Machern, die diesen neue Trend ins Leben gerufen habe, bei denem nur noch gefühlte Wahrheiten gelten. ;) Ich weiß, dass du mit diesem Post nur sarkastisch witzig sein willst, aber ich finde es nimmt überall in der Welt beängstige Ausmaße an, wenn Fakten nichts mehr wert sind, sondern nur noch gefühlte Wahrheiten. Das Zeitalter der Extreme. Alles ist entweder superduper oder grottenschlecht. Dem Phänomen bereitest du mit so einem Post natürlich den Boden. Gefällt mir nicht.

    Dabei wird ja nur wirklich in Kombination beider Sichtweisen ein Schuh draus. Fakten können gefühlte Wahrheiten wieder gerade rücken. Beispielsweise hatten wir ja häufig hier Wahrnehmungen, dass bestimmte Spieler in einem Spiel gefühlt nur Fehlpässe produziert haben. Wenn dann am Ende die Statisik aber zeigt, dass jemand eine Passquote von 98 Prozent in einem Spiel hatte, dann widerlegt das ja die gefühlte Wahrheit. Was nicht heißt, dass man das nicht doch so empfunden hat, aber es gibt dann sicher Gründe, wieso dieser Wahrnehmungsfehler passiert ist. Vielleicht gab es ein oder zwei brenzliche Szenen, die den ganzen Rest überschatten. Das ist nur allzu menschlich. Allerdings sollte man dann schon von sich aus diese Diskrepanz für sich neu zu bewerten.


    Gleichzeitig beweist eine Statstik ja auch trotzdem nicht immer, wie gut ein Spieler tatsächlich war. Eine Passquote von 98 Prozent klingt superduper, aber wenn das am Ende nur Pässe über zwei Meter zu einem Spieler ohne Bedrängnis sind, dann muss man die 98 Prozent einfach qualitiativ anders bewerten, als wenn da auch Risikopässe dabei waren.


    Daher würde ich mir tatsächlich wünschen, wenn man die bei den Spielen gesammelten Daten auch als Normalsterblicher schnell einsehen kann. Wäre daher absolut dafür, gerade weil viel zu häufig auch ziemlich unfair die Lanze über einem Spieler gebrochen wird, obwohl die Fakten eher eine andere Aussage zulassen.


    So, das war mein Wort zum Sonntag. Musste ich mal loswerden.

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  • Skeletor

    stimmt schon was du sagst. Meines Wissens nach sind die Daten auch abrufbar, sofern erfasst. Ich glaube Bundesliga.de, Kicker.de etc in der Spielerfassung.


    Der "Wahnsinn" ist die Reizüberflutung an medialem Zugang und kolportierter Zusammenfassung ein und derselben Auffassung.

    Die Extreme gabe es schon immer - was neu ist, ist der digitale Austausch der "Information" und die extrem niedrige Hemmschwelle aufgrund der räumlichen Distanz.


    Um dein Beispiel aufzufangen: Spieler x spielt 90 Minuten durch, hat 4 Fehlpässe, 2 davon führen zu Gegentore, das Spiel geht 3:1 verloren.

    Spieler X ist natürlich der Schuldige. Das spürt er auch, weil er im Stadion ausgepfiffen wird. Und Ende.


    Medial geht das aber viral. Das bleibt tagelang in den Köpfen, anstelle sich im Stadion und auf dem Heimweg aufzuregen, ggf. noch am nächsten Werktag ist das teils wochenlang präsent, weil immer wieder jemand daherkommt mit einer Meinung die schon 2497 Mal mitgeteilt wurde. Nur in einem anderen Duktus, einer anderen Ansicht. Das ist der eigentliche Wahnsinn, der sich dahinter verbirgt.

    Das der Spieler statistisch eine Passquote von 90% an dem Tag hatte, also 40 Pässe spielte ( nicht nur klein - klein ) die alle ankamen, ( einer davon zufällig zur Entstehung des eigenen Tores )? Egal. Im Kurzeitgedächtnis bleibt das negative hängen. Leider.


    Ich glaube die Einsicht in Datenbänke wird den "Normalsterblichen" nicht wirklich helfen, weil es in der eigenen Darstellung seiner Echauffiertheit nicht dienlich ist. Es hat eher was mit Gefühl und Wahrnehmung zu tun -auch wenn die nachweislich falsch ist. Wir glauben halt ( da schließe ich mich ausdrücklich mit ein ) das, was wir glaube wollen. Und lassen uns nur schwerlich von unserer Überzeugung abbringen.

    Das was du anprangerst - wenn ich das mal so ausdrücken darf - ist die fehlende Objektivität des Fans.

    Darum ist der Fan auch Fan und auf der Tribüne oder hinterm Bildschirm und der Trainer der Trainer, bzw. der Manager der Manager. Und nicht umgekehrt.

    Von Geburt her Bremer Hanseat, mit Herz und Seele Dortmunder Borusse

  • Passquoten und solch Schnickschnack haben mich noch nie interessiert, ich mache es mir da einfach, ich kombiniere meine gefühlte Wahrheit mit dem Spielergebnis....fertig ist die Laube, das passt in der Regel ganz gut.


    Macht z.B. ein Hummels zwei kapitale Fehlpässe, die dann zu Gegentoren führen, ist doch seine "sagenhafte" Passquote von 98% in dem Spiel für die Tonne....und dient doch max noch zum Schönreden.

  • Ich wehre mich ein wenig dagegen, dass sich die Güte eines Fußballspiels oder Spielers in Statistiken zerlegen lässt.

    Das hat immer was mit den subjektiven eigenen Eindrücken zu tun.


    Beispiel Pass.

    Spieler A spielt einen superriskanten Vertikalpass in die Spitze. Wird dummerweise abgefangen.

    Statistik sagt Fehlpass.

    Ich denke: "Saugeil. Wäre der angekommen, wäre es ne 100% Torchance gewesen. Spieler A - ole, ole!"

    Spieler B wählt den Sicherheitspass über 2m.

    Statistik sagt angekommener Pass.

    Ich denke: "Boah, Du Schnarchnase, geh' Halmaspielen."


    Im Grunde sagt mir keine Statistik, welchen Fußball ich liebe.

    Und danach bewerte ich einen Spieler.

    Dann kam der Zeitpunkt, als mir klar wurde, dass der Schlumpf, der alles und jeden hasst, der einzige Normale ist.

    Und nicht diese anderen manisch-gutgelaunten Psychopathen.

  • Bdn130671 : Klar hat das mit subjektiven Eindrücken zu tun. Die sind aber manchmal nicht richtig. Darum geht es. Aber wenn ein Spieler für seine vielen Fehlpässe im Spiel lautstark von eigenen Fans kritisiert wird, aber die Statistik sagt, dass jeder Pass angekommen ist, dann ist der subjektive Eindruck halt einfach für den Hintern gewesen. Wer dann mit Blick auf die Faktenlage nicht bereit ist sich selbst und seinen Eindruck zu hinterfragen, der darf sich dann halt auch nicht beschweren, wenn er nicht mehr ernst genommen wird.


    Schwarzgelbeseele : Richtig, aber auch ein Fan sollte in der Lage sein sich und seine Meinung zu hinterfragen. Ich irre mich auch häufig, aber hinterfrage mich auch selbst. Problematisch wird es, wenn sich falsche Wahrnehmungen festsetzen und das die Grundlage für Verurteilungen sind. Gerade im Fußball passiert das schnell.

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  • Skeletor : Klar, wenn ich einen Spieler mit 100% Passquote wegen seiner Fehlpässe kritisiere, ist das Blödsinn. Ich kann aber den selben Spieler schlecht finden, weil mir seine Art Spiel nicht gefällt.


    Und um auf Marco zurück zu kommen - ich fand' ihn in der HR nicht so schlecht, vielleicht manchmal unglücklich. Und das sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Ich glaube der verpasste Titel letztes Saison hat ihn hart getroffen.

    Dann kam der Zeitpunkt, als mir klar wurde, dass der Schlumpf, der alles und jeden hasst, der einzige Normale ist.

    Und nicht diese anderen manisch-gutgelaunten Psychopathen.

  • Ich glaube, wenn wir es darauf herunter brechen können:


    Der verpasste Titel hat nach der Hinrunde und dem Finish uns alle hart getroffen, nicht nur ihn.

    Und nicht nur er hat hier und da in dieser Saison schlecht ausgesehen, sondern alle.

    Jedes Unentschieden, jede Niederlage ist ein kollektives Versagen gewesen.


    Du kannst der geilste Spieler sein, wenn alle andere 10 versuchen ein Eigentor zu schießen wird dir das auch nicht helfen.

    8o

    Von Geburt her Bremer Hanseat, mit Herz und Seele Dortmunder Borusse

  • Aber wenn ein Spieler für seine vielen Fehlpässe im Spiel lautstark von eigenen Fans kritisiert wird, aber die Statistik sagt, dass jeder Pass angekommen ist, dann ist der subjektive Eindruck halt einfach für den Hintern gewesen.

    Vielleicht stehe ich auf dem berühmten Schlauch... Aber kannst Du mir bitte einmal den Widerspruch in Deiner Aussage erklären?

  • Vielleicht stehe ich auf dem berühmten Schlauch... Aber kannst Du mir bitte einmal den Widerspruch in Deiner Aussage erklären?

    Der Widerspruch ist der Punkt der Aussage. Die Statistik widerlegt in dem Beispiel die subjektive Wahrnehmung des Fans während des Spiels. Der Spieler hat dann nämlich gar keine Fehlpässe gespielt, er wurde aber trotzdem dafür kritisiert. In dem Fall kann die Statistik die Wahrnehmung wieder korrigieren.

    Jeder Mensch mit einer neuen Idee ist ein Spinner, bis die Idee Erfolg hat.
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  • Der Widerspruch ist der Punkt der Aussage. Die Statistik widerlegt in dem Beispiel die subjektive Wahrnehmung des Fans während des Spiels. Der Spieler hat dann nämlich gar keine Fehlpässe gespielt, er wurde aber trotzdem dafür kritisiert. In dem Fall kann die Statistik die Wahrnehmung wieder korrigieren.

    Naja, in den meisten Fällen scheint das auch so zuzutreffen.

    Doch habe ich schon Statistiken gesehen, die NICHT das tatsächliche widerspiegelten, folglich falsch dargestellt wurden. Ob nun absichtlich oder nicht, kann/darf sich jeder selbst aussuchen . . . ;-)

    Ich folge da gelegentlich gerne der These: Ich traue nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe. ;)

  • Bei der Datenerfassung bei einem Fußballspiel brauchen wir jetzt aber auch nicht Verschwörungen zu konstruieren.

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  • Bei der Datenerfassung bei einem Fußballspiel brauchen wir jetzt aber auch nicht Verschwörungen zu konstruieren.

    Nun, es geht ja nicht gleich um "Verschwörungen". ;)


    Bei jeder Statistik werden jedoch Vor-Definitionen gemacht, weil die Zuordnung später nur nach dem Ja-oder-nein-Prinzip läuft. Was z. B. ist ein "Fehlpass"? Nur, wenn er von einem Gegner abgefangen oder ins Aus geht? Oder auch, wenn der eigene Mitspieler den Ball nicht richtig "verwerten" kann, weil er ihn auf den Haxen bekommt und im Zweikampf mit einem aufmerksamen Gegenspieler letztlich verliert? (hier könnte man ja auch "einbuchen", dass der Ball "erfolgreich" beim eigenen Mitspieler ankam :rolleyes:)


    Vor einiger Zeit machte die Packing-Rate ihre Runde, weil die Statistik zuvor nicht erfasste, wie "wertvoll" ein Pass über die Abwehr war. Heute hört man kaum noch davon. Denn: was bringt die Packing-Rate, wenn das einzige, was zählt, die Zahl vor dem Doppelpunkt auf der Anzeigentafel im WS ist? ;)

  • Verschwörungstheorie? Habe ich mit keiner Silbe erwähnt - aber jeder liest das heraus, was er lesen will...

    Und zum eigentlichen Thema Statistik noch ganz kurz: Mats Hummels wurden in dieser Saison nach einem CL-Spiel schon einmal 100% Zweikampfgewinne attestiert; doch er selbst widersprach dieser Statistik, indem er sagte, dass er zumindest von einem Zweikampf weiß, den er nicht gewonnen hatte...

  • aber sie liefert Erklärungen für Punktverluste und - gewinne ;-)

    "Der Béla Réthy, der hat noch nie das gleiche Spiel wie ich gesehen. (Rolf Miller)


    "Ich glaube nicht, dass die Angst vorm Verlieren dich eher zum Sieger macht, als die Lust aufs Gewinnen." (Jürgen Klopp)

  • Statistiken mögen aufzeigen, inwiefern Du deinen Job gemacht hast. Um Meister zu werden verlangt es mehr als das.


    Ich bin mir sicher, dass Reus selbst weiss, dass diese Hinrunde nichts war. Wenn er unser Spielmacher sein soll, und irgendwann mit uns einen Titel gewinnen möchte, muss er sich ganz anders präsentieren.