Preuß, Ingo [Sportlicher Leiter]

  • Ingo Preuß



    Position: Sportlicher Leiter der U23


    Geburtstag: 30. Juli 1958


    Nationalität: Deutschland


    Im Amt seit: 1. Juli 2011


    Vertragsende: unbekannt

  • Die letzten drei Spielzeiten beendete die U23 auf den Plätzen vier, fünf und sieben. Im Gespräch mit RevierSport sagt Ingo Preuß dazu: "Diese Bilanz ist nicht zufriedenstellend. Allen voran, wenn ich mir die letzten 18 Monate anschaue. Da haben wir uns schon mehr ausgerechnet. Das muss man auch so offen sagen."


    Da sollte klar sein, was das nächste Ziel ist. Aber: "Wir müssen erst einmal in die Saison kommen, schauen wie die Konkurrenten aussehen und dann können wir bezüglich unserer Zielsetzung mehr sagen."


    Preuß wehrt sich außerdem dagegen, dass der neue Coach Maaßen geholt wurde, um die Amateure wieder in die 3. Liga zu führen: "Wir haben ihn verpflichtet, weil wir von seinen Trainer-Qualitäten überzeugt sind. Alles andere hat keine Bedeutung."


    reviersport.de

  • Bei SPORT1 findet sich ein ganz ordentlicher Artikel zu unseren Amateuren und deren Ausgangssituation. Darin wird vor allem Ingo Preuß zitiert. Er erklärt, wo der Weg mit der U23 wieder hingehen soll und warum man sich nicht mit den Bayern-Amateuren vergleicht.


    "Wir konkurrieren nicht mit Bayern, wir schauen auf uns und wollen das Beste aus uns rausholen. [...] Dass wieder mal ein Spieler von uns aus der U23 regelmäßig in der ersten Mannschaft spielt, wäre für mich mehr wert als ein Aufstieg in die 3. Liga."


    Bezug nehmend auf Spieler wie Durm, Bakalorz und Halstenberg, die den Sprung aus der zweiten Mannschaft in die Bundesliga geschafft haben, sagt Preuß: "Uns muss es wieder gelingen, dass wir solche Jungs ausbilden und im eigenen Verein etablieren."


    "Die Bayern haben ein Gerüst aus gestandenen Ü30-Spielern. Das haben wir momentan nicht." Hierzu stellt SPORT1 den Marktwert der Mannschaften mehr oder weniger gut gegenüber.


    sport1.de | BVB II: Angriff auf die 3. Liga - mit dem FC Bayern als Vorbild?



    Nun zu meiner Ergänzung:


    Ich habe dann mal bei Transfermarkt weitergeschaut: Der gesamte Drittliga-Kader des FC Bayern aus der letzten Saison kommt auf einen Marktwert von etwas mehr als 17 Millionen Euro. Zum Vergleich: Zweiter in dieser Auflistung ist der FC Ingolstadt, der aber gerade mal auf einen Gesamtwert von 7,5 Millionen Euro kommt, also fast zehn Millionen weniger.


    Sowas macht dann schon deutlich, warum die FCB-Amateure Drittliga-Meister wurden. Ich vermute aber auch mal, dass die restlichen Drittligisten nicht nur in puncto Marktwert hinterherhängen, sondern auch die Gehälter nicht annähernd auf Bayern-Niveau zahlen können.


    In der Regionalliga West hatte der BVB zuletzt den höchsten Marktwert. Allerdings sind die Zahlen dabei deutlich kleiner und enger beieinander. 3,75 Millionen Euro bei unserer U23, drei Millionen bei Rot-Weiss Essen, etwas mehr als 2,4 Millionen bei Rödinghausen und Verl. Verglichen mit den Drittligisten aus 2019/20 würde der BVB II übrigens auf Platz 15 landen - hinter Waldhof Mannheim und knapp vor dem SV Meppen.


    Bei den Bayern-Amateuren könnte man tatsächlich schon von Wettbewerbsverzerrung sprechen. Die haben, wie oben erwähnt, einen eklatanten Vorsprung auf den Rest der 3. Liga. In der Regionalliga West sieht das ein bisschen anders aus. Klar, Dortmund steht vorne. Aber die anderen zweiten Mannschaften in der Liga sind verteilt. Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf auf den Plätzen sechs und sieben, Schalke und der 1. FC Köln auf dem elften und zwölften Platz.


    Wohlgemerkt: alles gemessen anhand der geschätzten Marktwerte von Transfermarkt. Wer selber nachschauen möchte, findet die Übersichten hier: Regionalliga West 2019/20 und 3. Liga 2019/20.