Blog-Artikel von Bdn130671

    Normalerweise würde man sich in diesen Tagen im Jahr wieder auf die neue Saison freuen.

    Reicht es diesmal? Wie schlagen die Neuzugänge ein? Wie kommen wir aus den Startlöchern?

    Doch was ist dieser Tage schon normal? Ich für meinen Teil verspüre nicht diese Vorfreude. Nicht das Kribbeln, wenn man auf den ersten Stadionbesuch hinfiebert. Wie auch? Die Aussicht auf teilgefüllte Stadien ersticken die Begeisterung für die neue Saison im Keim.

    Nicht Missverstehen – die Vorkehrungen sind wichtig und richtig in Zeiten von Corona – nur mir nimmt das die pure Freude am Fußball.

    Das ist doch das Schöne - man sieht Freunde und Bekannte zum Teil nach Monaten wieder, diskutiert vor dem Spiel, freut sich zusammen, schreit, schimpft und singt. Man wird eins mit dieser schwarzgelb brodelnden Masse und erlebt im Bestfall die pure Ekstase.

    Wie soll das möglich sein bei Einhaltung der Abstandsregel, mit Leuten, die man größtenteils gar nicht kennt und eine komplett andere Stadion-Sozialisation

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    Ich möchte vorwegnehmen, dass sich meine Zeilen gegen niemanden aus unserem Forum richten, die dem ganzen Zirkus momentan nichts abgewinnen können. Es ist ja nicht so, dass ich das überhaupt nicht nachvollziehen kann, aber die allgemeine Debatte in der Öffentlichkeit, von sogenannten "Experten", nervt mich ungemein.


    Derbysieger! Für viele der höchste erreichbare Titel der Saison und trotzdem fühlte er sich am Samstag so falsch wie irgend möglich an. Keine andere Partie der Saison lebt so sehr von den Emotionen der Zuschauer, wie das Ruhrpott-Derby. Dank eines f*ck Virus sollte es dieses Jahr ohne uns stattfinden. Ohne die gelbe Wand. Ohne die knisternde Atmosphäre, ohne Provokationen bis zur Weißglut. Ohne Conny-Kramer-Gesänge. Blutleer.


    Und dennoch war es wichtig und richtig, dass es stattgefunden hat. Ein Ausrufezeichen, dass wir uns nicht von einer Katastrophe in die Knie zwingen lassen. Ein wichtiger Schritt in die Normalität. Endlich wieder Gesprächsthemen außerhalb von

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    Ich will mein Leben zurück.

    Fast einen Monat sitze ich nun im Home-Office. Eigentlich eine schicke Sache. Kaum Kontakt zu nervenden Kollegen, man kann ruhig und konzentriert arbeiten. Es läuft. Und läuft. Und läuft … :sleeping:


    Wir haben das Glück, zu zweit eine ziemlich geräumige Wohnung mit Garten zu bewohnen. Auch das ist Luxus. Wenn man sich gegenseitig auf den Keks geht, geht man sich aus dem Weg. Man kann an die frische Luft, wenn einem danach ist. Während viele um ihren Job bangen, geht es uns hier auch gut. Meine Frau ist Erzieherin und auch ich habe das Glück in einer anscheinend „systemrelevanten“ Branche zu arbeiten. Unsere Töchter in USA, Spanien und Italien wurden jedenfalls so eingestuft. Sollte es hier zum kompletten Lockdown kommen, geht es bei uns wohl auch weiter. Esst also schön euren Industrie-Zucker 😉.

    Der große Angstmacher ist, dass wir zwei beide wohl zur Risikogruppe gehören. Da macht man sich schon Gedanken. Gott sei Dank sind wir altersmäßig unter 50

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    Angefacht durch die Trainerdiskussion und Akis späte Reue, was die Demission von Jürgen Klopp angeht, habe ich mir einige Fragen gestellt.

    Was ist es eigentlich, weshalb jeder Nachfolger zum Scheitern verurteilt ist?

    Warum fällt es so schwer zu akzeptieren, dass dieser großartige Kerl nicht mehr aktiver Teil des BVB ist?


    Sicher, zu einem gerüttelten Maß liegt es daran, dass mir dieser begeisternde Fußball fehlt.

    Elf Mann mit dem Messer zwischen den Zähnen, die den Gegner überrollen.

    Aber da ist noch was anderes. Etwas was tiefer geht. Ich fühle mich alleine gelassen.

    Seit der Zeit nach Klopp fühle ich mich vom Verein im Regen stehen gelassen.


    Friss oder stirb.


    Von einem Tag auf den anderen waren wir Fans nicht mehr wichtig. Niemand mehr, der uns an die Hand nahm und uns auf dem Weg des BVB mitnahm. Ein Klopp konnte uns alles so verkaufen, dass wir es bedingungslos geschluckt haben. Er versuchte zumindest es zu erklären. Und jetzt?


    Friss oder stirb.


    Umstellung von Überfall- auf

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    Ich war Rieme2.0 noch eine Antwort schuldig. Vorweg - Dir das Erlebnis eines Pfefferspray-Einsatz zu wünschen war wirklich drüber. Sorry.


    Einem Sicherheitsfanatiker erscheint eine Welt, in der alle hübsch geordnet ins Stadion gehen, sich alle lieb haben, keine Schmähgesänge anstimmen und sich nach Spielschluss friedlich trennen, bestimmt wie ein feuchter Traum. Es ist die Welt der RBLs, Hoffenheims und Wolfsburgs. Es ist die fleischgewordene Allianz-Arena. DFL, DFB, UEFA und Konsorten kriegen bei dem Gedanken nasse Höschen.


    Für mich ist es ein Albtraum. Zum Fußball gehören Emotionen und die sind nicht immer nur positiv.

    Und was ist denn in Berlin passiert? Zwei Fan-Gruppen standen sich durch eine Plexiglasscheibe getrennt (!!!) mit Drohgebärden gegenüber. Wuhuuu – Skandal!

    Rechtfertigt das den Einsatz von Pfefferspray in einem vollbesetzten Block? Nein! Meine Güte, was ist denn passiert? Nichts. Und es wäre auch nicht viel passiert.

    Und Rieme2.0 genau wie Du behauptest, man

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    Noch 09 Tage und wir starten in die neue Saison. Ich freue mich darauf.

    Auf die alten, bekannten Gesichter auf der Tribüne.

    Die Anspannung, die sich langsam bis zum Anpfiff immer weiter steigert. Auf alte und neue Spieler. Und auf den verdammten 09. Titel.


    Trotzdem macht sie mir ein bisschen Angst diese Euphorie, die sich rund um den Borsigplatz breit macht. Irgendwie hat man das Gefühl, es ist nicht mehr die Frage ob, sondern mit wieviel Vorsprung wir Meister werden.

    Sicher, wir haben ein weitgehend eingespieltes Team und uns punktuell richtig, richtig gut verstärkt. Viele sehen in dem Spieler mit der Nummer 15 den Schlüssel zur Meisterschaft (Zu der Personalie habe ich mich übrigens hinreichend geäußert und lasse mir dadurch nicht die Vorfreude verderben).


    Der große Widersacher aus München scheint hingegen in einer hausgemachten Personalkrise zu stecken.

    Der Umbruch wurde viel zu lange hinausgeschoben, um die Diven Robben und Ribbery nicht zu verärgern. Verstärkt wurde bislang

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    Samstag ging es mir auf der Tribüne richtig schlecht. Nicht nur bildlich gesprochen.

    Ich habe mich über die Entscheidungen von Zwayer dermaßen aufgeregt, dass mir speiübel und zeitweise schwarz vor Augen wurde.

    Als sich die Mannschaft nach dem Spiel von der Südtribüne verabschiedete und ich auf der anderen Seite das GEsocks feiern gesehen habe, hatte ich Tränen der Wut in den Augen.

    Derby-Niederlagen nehmen mich besonders mit. Wenn sie so Zustande kommen um so mehr.

    Die Meisterschaft war mir in dem Moment völlig egal. Vom größten und verhasstesten Gegner so gedemütigt zu werden schmerzt viel mehr.


    Warum darf der Pfeifenmann unbehelligt in die Kabine?

    Wo ist die Rudelbildung?

    Wo der Trainer, der mit wutverzerrtem Gesicht auf den Schiri los geht?

    Wo war er eigentlich während des Spiels?


    Gedanken, die mir direkt durch den Kopf schossen und mich auch heute noch beschäftigen.


    Später höre ich die Interviews, Favre regt sich in seiner drolligen Art über das Handspiel auf. Richtig so.

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    Es war ein bitterer Abend. Verdammt bitter und irgendwie nicht zu erwarten. Eine Klatsche, die weh tut. Und nun? Schreiben wir jetzt die Meisterschaft ab? Stellen wir das Fußballspielen ein, weil uns die Bayern vorgeführt haben?

    Nein, das wäre nicht borussen-like. Man kann fallen, aber wichtig ist, dass man wieder aufsteht.

    Was ist denn passiert? Wir haben einen mickrigen Punkt Abstand.

    Hat jemand behauptet, dass es einfach wird Meister zu werden? Wir müssen uns das erarbeiten.

    In München bekommt man Titel geschenkt. Aber darum ist eine Meisterschaft mit dem BVB auch so unsagbar viel mehr Wert, als die x-te Meisterschaft der Steuerhinterzieher, Schmuggler und Ehebrecher.

    Wir können dem lieben Gott jeden Tag dafür dankbar sein, nicht Teil dieser verkommenen Gesellschaft zu sein. Da nehme ich gerne eine Klatsche in Kauf.


    Und jetzt ist Schluss mit dem Gejammer!

    Sollen sich die Bazen das 5:0 einrahmen – Meister werden sie trotzdem nicht. Punkt.

    Das werden dieses Jahr wir. Warum? Weil

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    Ich will hier gar nicht groß darauf eingehen, dass die Leistung einiger Akteure grottig war, der junge Keeper einem richtig leidtun konnte, oder aber auch der Schiri unter dem ein oder anderen Blindheitsanfall litt – geschenkt. Alles nur die passenden Begleitumstände für einen katastrophalen Abend.


    Mal von Anfang an. Spiele unter der Woche sind Sch**ße. Bis fünf arbeiten. Nach Hause eilen. Umziehen. Essen reinschlingen und wieder los.

    Um es etwas entspannter zu haben, wollten wir gestern unsere „Alters-Ruhesitz“-DKs auf der Ost-Tribüne Oberrang ausprobieren, die ich zurzeit noch bei einem Arbeitskollegen geparkt habe.

    Aaaalso, sollte ich irgendwann nicht mehr in der Lage sein, die Spiele auf der Süd zu verfolgen, schaffe ich den langen, steilen Anstieg, direkt „unters-Dach-Juche“ auch nicht mehr. Von daher schon keine Option.

    Nach der Kletter-Tour waren wir mit die Ersten im Block. Eine Stunde vorher. Zugegeben, auf der Süd muss man noch ne Stunde früher da sein, wenn man seinen

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    Wer oder was sind wir? Klar, in erster Linie ein Fußballverein und als dieser zählt messbarer Erfolg in Form von Punkten und Platzierungen. Dann sind wir auch noch ein börsennotiertes Wirtschaftsunternehmen. Auch hier steht der Erfolg im Vordergrund, wenn auch in Form von harten Euros und Bilanzen. Beides will und kann ich nicht in Abrede stellen. Dennoch ist Borussia Dortmund mehr als Zahlenwerk auf einem Stück Papier. Wie würden wir uns sonst von anderen Vereinen unterscheiden? Sicher nicht nur durch die Trikot-Farbe. Da ist zum einen unser Branding „Echte Liebe“. Viele werden jetzt sagen, das ist eine reine Marketing-Kampagne. Richtig, aber irgendein findiger Marketing-Schlaukopf wird sich ja Gedanken gemacht haben, was den BVB ausmacht und ist zu dem Schluss gekommen, dass die tiefe Verbundenheit zwischen Verein und Fans unser Markenzeichen ist. Da hätten wir also eine tragende Säule. Was macht jetzt diese Identifikation aus? Sind es die Erfolge? Mit Sicherheit nicht!

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