​Der Blick aufn Tellerrand – BVB Geschäftsbericht 2014/2015

Ich habe mir in einer ruhigen Minute einmal den aktuellen Geschäftsbericht des BVB durchgelesen. Ja, alle 180 Seiten – mit Bildern! Im Folgenden will ich einmal auf ein paar Punkte eingehen, die eventuell auch für den geneigten Fan ganz interessant sein könnten. Anmerken will ich indes, dass ich mich als seit über 20 Jahren Selbstständiger zwar mit Bilanzierung auskenne, ich aber kein Finanzfachmann, Banker oder Steuerbeamter bin. Tatsächlich habe ich seit gefühlten 20 Jahren einen Steuerberater, da man so etwas immer einen Fachmann machen lassen sollte.


Daher sind die hier dargestellten Daten und Aussagen auch einfach nur eine Übersicht. Sie geben aber weder Fachwissen noch gesicherte Erkenntnisse wieder!


Zusammenfassung

  • Umsatzerlöse von 233 Millionen Euro (+9 Millionen)
  • Jahresüberschuss von 2,4 Millionen Euro
  • 12,4 Millionen Euro durch Transfers
  • Größter Posten beim Umsatz - TV-Vermarktung: 82,1 Millionen
  • 26,9 Millionen Umsatz durch Platz- und Dauerkarten
  • 109 Millionen Euro Personalkosten
  • Aki Watzke erhielt 1,2 Millionen Euro + 247.000 Euro Boni
  • 344 Personen arbeiten beim BVB


Der BVB will seine wirtschaftliche Basis auch zukünftig über den sportlichen Erfolg sichern, wobei weiterhin darauf geachtet werden soll, dass die Kosten für mitunter den Kader der Einnahmeseite entsprechen. Neben der sportlichen Seite soll der Markenname weiter ausgebaut werden, um so eine weitere finanzielle Stütze zu haben. Ferner soll verstärkt auf Jugendarbeit und Nachwuchsförderung gesetzt werden, um so für europäische Wettbewerbe gewappnet zu sein, ohne die Kosten des Kaders in die Höhe zu treiben.


Die Umsatzerlöse des BVB im Geschäftsjahr 2014/2015 lagen bei knappen 233 Millionen Euro, wobei dieses eine Steigerung von guten 9 Millionen im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Steigerung erfolgte primär aus Transfererlösen, was knappen 8 Millionen Euro entspricht.


Das Ergebnis der operativen Tätigkeit (vor Steuern [EBIT]) lag bei 2,8 Millionen Euro, wobei sich der Jahresüberschuss auf 2,4 Millionen Euro belief. Im Jahr davor hatte das Ergebnis (EBIT) noch bei 11 Millionen gelegen und der Überschuss bei 10,5 Millionen. Insgesamt lag das Ergebnis vor allen Ausgaben (EBITDA) bei 43,5 Millionen, was gut 3 Millionen Euro mehr als im Vorjahr waren.


Bei den so genannten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren konnte der BVB mitunter eine Steigerung der Follower auf Facebook um 3,5 Millionen auf 12 Millionen feststellen. Unterstrichen wird das Interesse an der Marke Borussia Dortmund zudem von einer nahezu 100% Auslastung des Stadions und langen Wartelisten bei den Dauerkarten. Die Webseite des BVB erreichte den ersten Platz bei der digitalen UEFA Champions League.


Die Umsatzerlöse des BVB ergeben sich aus folgenden Posten – 5,3 Prozent Transfererlöse (12,4 Millionen Euro), 9,8 Prozent Conference und Catering (22,7Millionen Euro), 35,2 Prozent aus der TV-Vermarktung (82,1 Millionen Euro), 32,50% aus Werbung (75,7 Millionen Euro) und 17,1 % aus dem Spielbetrieb (40 Millionen Euro). Vor allem im Bereich der Transfererlöse ergab sich eine Steigerung von 8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.


Es wurden 55.000 Dauerkarten verkauft, wobei marginale Preiserhöhungen und zusätzliche Platzangebote eine Umsatzsteigerung von 838.000 Euro ergaben, auf dann 26,9 Millionen Euro.


Insgesamt ergaben sich im Geschäftsjahr Personalkosten von 109 Millionen Euro, einer Steigerung von 8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Dabei stiegen die Kosten für den Profikader und den Trainerstab um 6,5 Prozent. Für die Amateur- und Jugendmannschaft musste man 6,2 Millionen Euro aufwenden, was gut 2 Millionen Euro mehr als im Geschäftsjahr davor waren.


Der generelle Spielbetrieb kostete im Geschäftsjahr 41,1 Millionen, 4 Millionen mehr als im Vorjahr. Für Werbung wurden 21,5 Millionen Euro aufgewendet, für die Verwaltung 18,3 Millionen Euro.


Hans-Joachim Watzke wurde mit 1,2 Millionen Euro Festgehalt vergütet, hinzu kamen 22.000 Euro sonstige Vergütungen. Das entspricht einer Steigerung um 300.000 Euro. Außerdem erhielt Watzke Boni in Höhe von 247.000 Euro (534.000 Euro im Vorjahr).


Im Verwaltungsrat erhielt Gerd Piper 24.000 Euro an Vergütungen, Harald Heinze 18.000 und Peer Steinbrück 12.000 Euro.


Der BVB beschäftigt aktuell 344 Personen, was 6 weniger sind als im Vorjahr.


Der Verein ist an folgenden Unternehmen zu 100 Prozent beteiligt: BVB Stadionmanagement, BVB Merchandising GmbH, Sports & Bytes GmbH, BVB Event & Catering GmbH. Außerdem ist man zu 51 Prozent an der besttravel dortmund GmbH und zu 33,33 Prozent am Orthomed Medizinisches Leistungs- und Rehabilitationszentrum beteiligt.

Kommentare 3

  • Habe sogar gelesen, dass man einen Personaldirektor ausgeschrieben hat. Fachlich würde es ja passen - leider 'n paar Nummern zu groß ... *heulgrins*

  • Hey Phaeton,

    • Hey Marcus, bin gespannt auf die Vollendung Deines Kommentars ... ;-)